Erfahrungsbericht: Fabrication Project

Grüße an alle, hier mal ein weiterer Erfahrungsbericht von meiner Seite zum „Fabrication Project“, welches ich im Master belegt habe und zwar im SS 24. Erstmal die Stats vorne weg:

Geleitet von: Prof. Dr. Tim Weyerich, Mathias Harrer (Lehrstuhl 15: Digital Reality)
Benotet durch: Gesamtpunktzahl, die man sich über 5 Aufgabenblätter verdient
Thema: 3D Druck
Zeitaufwand: Mittelmäßig bis hoch
Gruppenarbeit: Zweierteams

Das Projekt dreht sich völlig um 3D Druck. Der Lehrstuhl hat einen Raum im Informatikhochhaus gekapert und da drei neuartige 3D Drucker reingestellt. Mittels des Projekts soll man die Kunst des 3D Druckens lernen. Praktisch sehen die 5 bepunkteten Aufgabenblätter wie folgt aus:
Blatt 1: Einführung in 3D Druck, erste Druckversuche, Verständnis darüber was kann ein 3D Drucker und was nicht.
Blatt 2: Handling von schwierigeren Themen im 3D Druck (Gewichtsverteilung, Passgenauigkeit, etc.)
Blatt 3 & 4: Entwicklung eines eigenen „slicers“, also ein Programm, was funktionalen G-Code erstellt.
Blatt 5: Freestyle

Damit ist das Projekt an sich relativ leicht gehalten von der Themenwahl her. Man kann sehr gut daran teilnehmen ohne jemals vorher einen 3D Drucker berührt zu haben. Blatt 3&4 stellen keinerlei Herausforderung da, da wir ja solche klassischen Programmieraufgaben zuhauf gewohnt sind. Blatt 1&2 kann dann schon tricky werden, wenn man nicht genau genug misst und längere Prints mehrfach neustarten muss. Das letzte Blatt überlegt man sich selber und kann dabei sehr kreativ werden! Am Ende gibt’s dann noch eine schnelle „Abschlusspräsentation“, aber die ist nicht der Rede wert, da man da nicht mal Folien für vorbereiten muss.

Vorteile:

  • Tatsächlich macht das Seminar schon sehr viel Spaß. ist irgendwie interessant mal was in der Hand zu haben als Informatiker.
  • Benotung ist sehr fair. Es wird meistens sofort über die Bepunktung der Blätter gesprochen, damit man noch im Projekt selber daraus lernen kann.
  • Freier Zugriff zu guten 3D Druckern.
  • Aufwand ist vergleichweise okay, wenn man auf andere Projekte blickt. Wenn man schon Vorkenntnisse mitbringt ist das natürlich maximal vorteilhaft.

Nachteile:

  • SEHR BEGRENZTE TEILNEHMERANZAHL. Die macht an der Stelle natürlich Sinn, da sich die Gruppen ja sonst gegenseitig blockieren beim Drucken.
  • Im Sommer kann man schon ordentlich gekocht werden in diesem Druckerraum :smiley:
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