Windows gegen Linux

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Windows gegen Linux
Hey Leute, habt ihr schon mal dieses Dokument gelesen:

http://unclassified.de/files/windowslinux.pdf

Was meint ihr dazu?
Das beste ist ja der folgende Vergleich:

Windows ist die Kathedrale,
Linux ist der Basar.

Was soll man seit dem 11. September davon wohl denken? :gun:


Der Vergleich kommt imho nicht von MS sondern von einem Open-Source-Verfechter (war es nicht Eric Raymond?).


Hast Recht.

http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/1997/08/Basar/basar.html

Gruß,

Matthias


Schon alleine diese schwachsinnigen Bilder :wink:

Leider steht ziemlich viel Bullshit drin. Verwundert aber nicht wirklich…

Danke für den Link.


Danke nicht mir, danke dem Yves :finger: :-p


Ein Freund meint zu dem Dokument (erster Link) das Folgende:

"
Ich lach mir krank:

[Ihre Hauptargumente für die Vorteile
der Windows-Plattform]

  • Sichere Linux-Umgebungen sind nicht weniger aufwändig
    als sichere Windows-Umgebungen.

Nein, stimmt, die sind sicherer :wink:

  • Die allermeisten Lösungen unter Linux setzen auf veraltete
    Technologien und Protokolle, weil diese einfach zu implementieren
    sind.

Genau. Windows für 64-bit PCs gibt es als ALPHA-Release im Internet
kostenlos herunterzuladen, Linux für 64-bit CPUs gibt es schon länger
(SPARC, jetzt AMD, später INTEL) und das auch schon im Stable-Release!

  • Das Management von Linux-Netzwerken erfordert ein hohes
    technisches Wissen und daher hohen Schulungsaufwand.

Management für Netzwerken erfordert dies im Allgemeinen sowieso, was
aber betriebssystemunabhängig ist!!! Egal ob Apple, Linux, Unix, or
Win32
Netzwerke!!!

  • Es gibt wenig reale Projekterfahrung, die Argumentation baut
    immer auf potenzielle Möglichkeiten.

Unix/Linux älter als Windows!

  • Die Menge an unterschiedlichen Lösungsansätzen und die
    Undurchsichtigkeit
    des Marktes verwirren Kunden und Anwender.

Die Auswahl der Standardsoftware ist der Administration überlassen!

  • Die meisten kommerziellen Lösungen für Linux sind alles
    andere als Open Source.

Nachteil?

[Angebliche Pluspunkte von Linux und passende
Gegenargumente]

*ich_kann_nicht_mehr* *lach*
  • [und so geht das fast die ganze Zeit]
    "

Was meint ihr dazu?
(Er wollte wissen, was ich dazu denke, und ich denke in diesem Fall das, was die Masse denkt :wink: )


er hat recht, ich habe es aber lieber gleich sein gelassen, selbst den text zu zerpflücken, da es mir zu viel arbeit gewesen wäre ;)) (wenn man konsequent von vorne bis hinten kommentiert).

die meisten “Argumente” in diesem Schreiben lassen sich nicht nur relativieren, sondern gar umdrehen.


Ganz so einfach ist es aber dann auch wieder nicht:

http://www.muenchen.de/vip8/prod2/mde/_de/rubriken/Rathaus/40_dir/limux/publikationen/clientstudie_kurz.pdf


Ganz einfach ist bei so großen Betriebssystemen eigentlich nichts. :wink:

Ist der Link ein Bericht über den Einsatz von Linux anstatt von Windows in der Stadtverwaltung?


lesen bildet… :smiley:

Es ist die erste Studie zur Untersuchung des ROIs, die zu dem eindeutigen Ergebniss kommt, dass Windows über 5 Jahre (Planungshorizont der öffentlichen Hand bei IT) billiger ist.


Ergebnis schreibt man mit einem s.

Dass Windows über 5 Jahre billiger wäre, ist allseits bekannt und wurde von den Münchnern auch nie bestritten.

Allerdings ist “billig” nunmal eben nicht alles. Es wäre auch stark verwunderlich, wenn die Umstellung der ganzen Mitarbeiter nicht mehr Geld kosten würde, als die M$-Lizenzen für 5 Jahre. Nur ist das halt keine Investition, die auf 5 Jahre angelegt ist, und bei der es nur ums Geld geht. Genaugenommen sehe ich die Entscheidung in München als auf die Zukunft ausgerichtet (sehr löblich für die Politik).
Das Windows-Monopol ist, egal wie gut Windows auch immer sein sollte, grundsätzlich schädlich, so wie alle Monopole. Die Gründe dafür (defacto nicht existierender und somit nicht selbstregulierender Markt, Hemmung von Innovation, Überteuerung, Schaden für den Kunden). Deswegen ist es gerade von öffentlicher Stelle aus gesehen eher nicht sehr schlau, auf Basis des Monopols (alle Mitarbeiter sind mit Windows/Office/etc vertraut, usw. usw.) sich genau für die weitere Stärkung jenes Monopols auszusprechen. Das ist kurzfristig gesehen vielleicht der einfachere Weg, längerfristig gesehen wird man dadurch aber nicht gerade belohnt.

Und die Argumente in dem Micro$oft-Dokument sind unabhängig davon trotzdem zumeist totaler Quatsch.

Kleine Randnotiz: Die Millionenkosten, die die zahlreichen Windowslöcher der letzten Jahre verursacht haben, sind bei solchen Rechnungen irgendwie nie mit dabei…


hab im urlaub ne große supermarktkette gesehen, die ihre kassen mit redhat laufen lassen. im blutspendedienst des brk is linux mit openoffice im einsatz, da da hauptsächlich textverarbeitung geschieht, ist der unterschied wohl nicht sonderlich groß.

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